Stemmen oder Bitten

Inzwischen ist es tatsächlich so, dass mir Freundinnen und Freude immer wieder Mal Fotos von Elefanten schicken. Danke dafür!

So geschehen auch letzte Nacht – offensichtlich stemmt sich da mitten in Triest ein roter Elefant – ja eine Skulptur 😉 – gegen eine Wand. Es stellt sich die Frage, stemmt er – oder aus tiefer Verbundenheit gegenüber SHE the elephant, gehe ich einfach mal davon aus, dass es sich auch um eine SIE handelt – oder eben sie, sich gegen die Wand? Oder stützt sie sie . . oder geht es darum Wände einzureissen, Platz zu machen für Neues . . . ?

Ich bin Momentan in einer Phase, in der ich mich müde fühle . . . viel Anstrengendes los im Job, heiße Tage in der Stadt, immer wieder viele Gedanken im Kopf, bis ich dann auf meine „Bühne“ finde dauert es. Und auf dem Weg hin zum inneren Ruhe-Platz, gibt es viele Gedanken und Aufgaben wie Sich Motivieren, Abgrenzen, Aktiv werden und sich so selbst stärken . . bis hin zu dem so vertrauten „sich zusammen reißen“, was doch eigentlich bedeutet über meine Grenzen zu gehen, oder? Ja so kann man Grenzen auch ausdehnen aber eben auch sich selbst verletzten.

Wie so oft, alles eine Frage der Balance. Druck oder Loslassen. Ehrlich. Ich denke, ich drücke immer noch zu viel. Und da meldet sich SHE. „Meine“ SHE, die unsichtbare große, graue Elefantendame, die meint, sie kennt die Rote aus Triest und denkt, dass es gut ist, dass eine ihrer Art, mitten unter den Menschen in einer Stadt, einen Platz gefunden hat. Aber eben doch wieder sehr „real“ dargestellt . . . sehr im Tun.

Sehr im Tun? Was sollen wir den sonst machen, außer Tun?, frage ich.

Bitten.

Denkst Du ernsthaft, es liegt allein in deiner Hand, welchen Weg Dein Leben nimmt? Glaubst Du wirklich – immer noch, dass Du im Grunde genommen alleine bist? Fast wird SHE ärgerlich, die große , graue Dame . . . Sie schüttelt sich – inklusive Rüssel. Meine Hündin legt sich wieder hin, nachdem sie irritiert aufgesprungen ist.

Also, meint SHE, nachdem sie sich wieder beruhigt hat, es gibt sooo viel mehr als Dich. Heute z.B. feiert ihr im christlichen Teil dieser Welt das Fest Maria Himmelfahrt . . . Maria. Eine Frau. Sie knüpft an, an eine vieeeeel ältere Traktion der Verehrung der weiblichen Trinität – das neue Leben, das volle Leben und die Tödin. Ja, für lange Zeit war auch der Tod weiblich. Für sehr lange Zeit wurde das Leben, dieser ewige Zyklus, das Große Ganze – wie immer Du es nennen magst, im Bild dieser drei Frauen verehrt und somit der ewige Kreislauf des Lebens selbst. Und an besonderen Tagen im Jahr ist euch dieses Prinzip noch näher als sonst, offener, vielleicht verständlicher, wie in den Rauhnächten oder auch heute . . . ein guter Tag also, um in Verbindung zu gehen, mit diesem zeitlosen, weisen Aspekt. In Verbindung zu sein, um zu bitten.

Vielleicht um Kraft. Unterstützung. Heiterkeit . . .

Ich bin immer wieder erstaunt, und beschämt, welche Umwege ich nehme, bis endlich die Idee entsteht, zu bitten. Danke. Mehr kann ich in dem Moment nicht zu SHE sagen. Sie berührt mich mit ihrem Rüssel versöhnlich an der Wange und meint, . . . und dann gibt es da ja auch noch mich.

P.S. SHE gibt es übrigens auch für Dich, vom Großen Ganzen, ganz zu schweigen . . .

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