Loslassen – einmal anders.

Kann ich es noch hören? Das Reden – um das Wort „Gerede“ zu vermeiden – vom Loslassen. Was man – ich – nicht alles loslassen sollte: Ängste, Altes, Wut, Ärger, Zweifel – vor allem den Selbstzweifel! – Vorurteile, Kilos, erwachsene Kinder, manchmal das Leben selbst. Oder zumindest ein Stück vom Leben, eine bisherige Idee vom Leben . . .

Manchmal empfinde ich es als Hürde, das Loslassen. Die notwendige Hürde, die ich nehmen muss, um das eigentlich Ziel zu erreichen. Glück, Lebensfreude, eine Liebe . . . Hürde trifft es nicht. Es fühlt sich eher an wie 1000 Höhenmeter in einer Stunde.

Und dann auch die Frage, woran erkenne ich denn, dass ich losgelassen habe? Braucht es dafür, die selbe schwierige Situation noch einmal, den selben Schmerz, um an meiner Reaktion zu erkennen, dass ich durch das Loslassen – wovon auch immer – etwas Grundsätzliches in mir verändert habe. Denn das kommt ja auch noch dazu, das Loslassen, kann nur in mir geschehen.

Natürlich kann ich mich auch ganz real von Dingen, Menschen, Jobs . . . verabschieden, doch der eigentliche Schritt davor, geschieht in mir. So viel zu tun in mir! Vielleicht ist das der Grund wieso sich manche Menschen selbst loslassen. Verlieren. Sich nicht mehr spüren können. Wollen.

Wie auch immer, es klingt – klang – für mich oft nach schwerer, langwieriger Arbeit. Fühlte sich an wie ein Knäuel aus vielen Fäden, wo sich immer wieder einer verhängt und man ihn deshalb nicht los wird, den Haufen . . .

Und – ja richtig erraten – irgendwann meldete sich SHE . . . dass die sich immer so viel Zeit lässt 😉 . . . und meinte, ich könnte doch am anderen Ende des Loslassens anfangen.

Loslassen hat ein anderes Ende?

Of course, meinte SHE. Alles hat mindestens zwei Seiten. Es geht doch immer um Balance . . . Du kannst nicht alles loslassen, ohne auch etwas anzunehmen.

Aber, ich kann doch nicht annehmen, wenn ich eben loslassen muss. Dann wird es immer mehr, anstatt weniger!

Du kannst auch nicht nur loslassen, dann wirst Du immer leerer!

Natürlich kommt es darauf an, was Du annimmst: alles was Dir gut tut. Dein Fokus ist bei all dem Loslassen, immer auf deine Fehler gerichtet. Eigenschaften, Dinge – whatever – von dem Du denkst, dass es nicht gut ist und dass Du es entfernen musst. Wo bleibt da der Blick auf das, was gut und richtig und wahr ist in Dir?

Ich bin im ersten Moment immer noch sehr irritiert, und kapier´es nicht. Was soll ich denn bitte annehmen?

Komplimente, zum Beispiel. Schöne Momente. Ereignisse, Dinge, die Du einfach gut gemacht hast. Die Tatsache, dass Du erkennst, dass Du etwas loslassen solltest, ist ja an und für sich etwas Gutes. Eine Fähigkeit zur Selbstreflexion . . . SHE steht vor mir, groß und grau und ich sehe wie ein Zittern über ihren ganzen Körper läuft. Es ist ihr wichtig, was sie da sagt.

Gut. Verstanden. Dann starte ich hiermit. Am besten mit einer Stricherl-Liste. Ein Strich für eine angenommene – und somit bewusst erkannte! – gute Sache, Eigenschaft, Kompliment, Erinnerung. Loslassen einmal anders!

P.S. . . . auch Du bist herzlich eingeladen, Deine ganz persönliche „Annehm´Stricherl-Liste“ zu starten!

Ah

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