Corona und der Trost

. . . ich möchte mehr auf meine Intuition vertrauen, meinem Bauchgefühl folgen. Meiner Nase, meiner Haut! Dem Kopf quasi ein ganzes – gleichwertiges – Team hinzufügen . . . das habe ich im letzten Beitrag geschrieben.

Und Ja. Es stimmt. Nach wie vor. Doch wie so oft macht sich der Kopf selbstständig, hat noch nicht verstanden, dass er ein Team zur Seite hat. Oder hat er es verstanden und es ist einfach das Team, dass sich nicht wohl fühlt?

Nun, mit so „Auferstehungsvorsätzen“- ich befürchte mit neuen Zielen und Ideen generell – laufen wir – ich – wohl immer Gefahr zu glauben, dass es dann leichter, besser schöner wird. Einfach weil das Ziel neu ist, der Vorsatz . . . Es gibt da den Spruch, dass man vorsichtig sein soll, was man sich wünscht – es könnte in Erfüllung gehen. Tja. Jetzt nimmt sich mein Bauch und meine Haut, meine Intuition vielleicht mehr Raum und bewirkt, dass ich mich unrund fühle.

Eine Krise ist immer auch Stress. Das meinte eine befreundete Ärztin, die seit Beginn der Corona Krise vermehrt Leber oder Cholesterin Probleme feststellt. Kein Wunder, meinte sie – das sind Indikatoren für Stress . . .

Ja, es ist eine besondere Zeit, die Fragen, Einschränkungen – auch von Rechten – und vielleicht auch Chancen mit sich bringt. Wie wird es weiter gehen, was wird mit der Umwelt, mit der Demokratie, mit der Wirtschaft, mit Machverhältnissen von Staat und einzelnen, sehr reichen Menschen . . .

Ich spürte heute morgen, wie sich mein Bauch verkrampft. Wie sich meine Haut, so sehr nach einer anderen Haut sehnt und mein Kopf nach Worten, die . . . die was? Erklären, beschwichtigen, Argumente liefern pro und contra, ablenken? Nein.

Was ich mir wünsche, ist Trost. Was immer das genau ist.

Vielleicht zu aller erst: Anerkennen was ist. Das ist der erste – der allererste Schritt – damit etwas besser, neu werden kann. Anerkennen was ist. Immer wieder. Und ich erkenne hiermit an, dass ich – wir – in einer Krise auch Trost brauchen.

Und da kam er, mein Trost. Nein, nicht SHE selbst . . . SHE taucht immer mehr in anderer Form auf . . . meine Tochter las mir vor, dass gestern ein Delphin einem Schiff von Frankreich bis in der Hafen von Amsterdam folgte. Und ich habe den Flieder gerochen. Ganz plötzlich und so stark. Und ich backe die erste Torte seit Monaten und es kommen Freundinnen zu Besuch.

Meine Auferstehung bedeutet auch, mir offen einzugestehen, was ich wahrnehme, wonach ich mich sehne. Es zu suchen, dafür etwas zu tun, darum zu bitten. Und dann ist es plötzlich da: hörbar, spürbar, „riechbar“. . . der Delphin im Amsterdamer Hafen, der Flieder, die Torte – die übrigens mit Prosecco serviert wird – Freundinnen und ja, SHE.

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