Auf einer Bank, Teil von etwas sein.

Und da sitzen wir.

Neun erwachsene Menschen, an einem Sonntag im April gegen 17:00. An einem Bahnhof. Nein, kein lauter mit viel Betrieb und vielen Menschen. Nein. Sondern an einem sehr alten Bahnhof, in einem Freilichtmuseum. Und ja, da fährt ein Zug, aber eben selten. Umso mehr erwartet. Und von stolzen Lockführern „geführt“, älteren Herren, die einfach glücklich sind, weil sie einen Zug fahren können . . .

Aber ich schweife ab.

Zurück zu den neun Menschen auf der Bank. Genau genommen auf drei Bänken. Der Regen hat – ganz typisch April – immer wieder aufgehört und nun scheint sogar die Sonne auf diese drei Bänke. Und da sitzen wir. Zufrieden. Und ja, auch erfüllt. Weder haben wir eine Sensation vollbracht, noch haben uns zig Hundert Leute dabei beobachtet, geschweige denn geliked . . . Nein.  Drei von uns haben Literatur vorgelesen und einer hat alles mit einer Ziehharmonika mitgetragen. Und so, ein paar Menschen mit auf einen Spaziergang, eine Reise genommen, die sich die anderen ausgedacht, zusammen gestellt und ermöglicht haben. Und wir alle haben es so sehr genossen. Es als Geschenk empfunden. Dieses ANDERE machen, möglich machen, begleiten. Anderes als das Übliche.

ES war spürbar – von Anfang an. Dieses sich öffnen und andere – Fremde – mit herein nehmen. Dieses auch von Faktoren abhängig sein, die man nicht beeinflussen kann – wie das Wetter. Dieses es gemeinsam machen. Dieses Gefühl von Hier und Jetzt. Einmaligkeit.

Diese Momente machen das Leben besonders. Dann ist ES für mich so spürbar. Und irgendwie ist dann da immer das Gefühl von Beschenkt worden Sein . . .

SHE meint, vielleicht weil ihr etwas im Bewusstsein von Gemeinsam gemacht habt. Und das GEMEINSAME wart nicht nur ihr neun Menschen, sondern ihr wart euch auch all der anderen bewußt: der Natur, der Häuser und ihrer Geschichte, des Wetters, den Texten und SchriftstellerInnen, der Melodien, Komponisten und den Gästen, BesucherInnen.

Je mehr du dir ALLEM bewußt bist, um so größer ist das Gefühl, Teil von etwas zu sein. Wird das Gefühl, Gewissheit.

 

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