Seitensprung

Nein. Ich meine nicht DEN Seitensprung.

Nein. Das ist auch keine Aufforderung zum Seitensprung. Nicht direkt und ausschließlich, zumindest.

Wozu ich anregen möchte ist, den ach so vertrauten Pfad zu verlassen. Täglich einmal!

Ich weiß, ich weiß. Folgen Elefanten nicht angeblich den immer gleichen, alten Wegen, um dort hin zu kommen wo es Wasser, Nahrung gibt. Aber eben SHE the elephant meinte vor kurzem: „Gehe Deinen Weg. Und geh´- um Deinen Weg zu spüren – auch einmal andere, neue Wege.“

Ja. Elefanten haben dieses berühmte Gedächtnis, geben dieses Wissen über Wege und Wasserlöcher, ganze Bilder von Landschaften auch an ihre Nachkommen weiter. Bedeutet das, dass sie nie neue Wege gehen? Neues ausprobieren? Ich bin kein Experte wenn es um ganz, ganz reale afrikanische Elefanten geht, aber ich bin eine zukünftige Expertin, wenn es um SHE geht. Und SHE hat mir erklärt, dass es diesen Plan gibt. Nicht nur in Elefanten – Leitkühen, sonden in jedem. Und jeder.

Auch in Dir. Auch in mir. Ein altes Wissen, das verbunden ist mit etwas noch viel Größerem, das Dich führt. Zu Dir. Zu Deinem Selbst. Deinem eigentlichen Ziel. Und dieser Plan ist schon da. Fix und fertig.

Bei uns Menschen, haben sich nur leider viele, oft mühsame, irritierende  und Angst machende Anmerkungen in die Karte geschlichen. Ganz viele Ratschläge – Betonung auch „Schläge“. Und deshalb biegen wir vielleicht so selten vom vertrauten Weg ab. Das Unbekannte macht uns Angst, denn dort könnten eben auch „Schläge“ drohen. Welcher Art auch immer: Rückschläge. Fehlschläge. Moralische Prügel. Verführungen. Wir könnten uns schlicht nicht auskennen . . .

SHE meint, dass viel weniger Gefahren lauern, als man im Allgemeinen meint. Dass das eigentlich Schreckliche darin besteht, immer auf dem gleichen Weg zu bleiben. Auf dem Weg, den wir irgendwann einmal eingeschlagen haben, oder der für uns aufgeschlagen wurde. Denn Dein –  DEIN – Weg ist vielleicht ein anderer. Und wenn wir auf dem vor getrampelten Pfad bleiben, benützen wir den Plan in uns nicht. Und er verschrumpelt. Verstaubt auf jeden Fall.

Um den eigentlichen – Deinen – Plan wieder zu aktivieren – quasi Dein ganz persönliches Navigationssystem – mußt du einen neuen Weg gehen. Und das trainiere ich derzeit.

Nein, ich kaufe kein one-way-ticket nach Rio, sondern ich beginne klein. Fahre Strassen, die ich noch nie gefahren bin. Esse Dinge, die ich noch nie gegessen habe. Tue Dinge die ich noch nie – oder schon seeeeehr lange – nicht mehr getan habe. Wie zum Beispiel joggen. Ich gebe es zu.

Ich höre der Stille noch mehr zu. Versuche tatsächlich jeden Tag etwas neu – anders – zu machen. Und wenn ich einfach nur 20 Minuten früher aufstehe. Übrigens gar nicht so leicht. Nun, niemand hat gesagt, dass es leicht ist, neue Wege zu gehen. Geschweige denn, meinen Weg zu gehen . . .

Wozu das alles?

Nun, damit der Plan in mir, mein eigentlicher Plan wieder zum Leben erwacht. Und ich lerne, ihn zu verwenden. Darauf zu vertrauen. Mir zu vertrauen, meinen Weg zu gehen.

Denn das machen Elefanten. Sie gehen ihren Weg. Und manchmal springen sie sogar. Auch auf die Seite. Ehrlich.

 

 

 

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