Lärm im Kopf

Was denkst Du wenn Du aufwachst? Im Laufe eines Tages? Was fühlst du alles? Mit welchen Gedanken gehst Du abends ins Bett?

Ah – noch nicht jetzt – ich will nicht! ist oft mein erster, bewusster Gedanke – dann wenn der Wecker läutet. Und einschlafen, tue ich manchmal mit einer to-do Liste für den nächsten Tag. Oder in Gedanken an den Mörder im Krimi, den ich bis eben gesehen habe . . .

Und dann war ich vor ein paar Tagen in einem großen Einkaufszentrum und musste plötzlich etwas tun, was dort kaum jemand macht – stehen bleiben. Ich konnte nicht weiter, weil SHE nicht weiter ging. Ja, sie war dabei. Eine große graue Elefanten-Lady mitten in der Shoppingmall . . nein – sie ist nicht für jeden sichtbar – und ja – ich wollte unbedingt dass sie mitkommt. Da stand sie nun ganz plötzlich und wollte keinen Schritt vor und keinen zurück.

Hörst Du das? fragte SHE.

Was?

All die Gedanken! Spürst Du sie? All die . . Wünsche, Zweifel. So viel Ärger über dies und jenes.  Susa, hier ist es SEHR laut.

Nun, wenn ich schon einmal reglos im Zentrum eines Einkaufszentrums an einem regnerischen Freitag Nachmittag stehe – neben einem Elefanten – kann ich auch noch die Augen zu machen . . und dann hörte ich es auch. Dieses Rattern im Kopf, das auch in mir statt findet, hörte ich bei  jedem und jeder! Dazu – quasi als Trommel-Rythmus aus dem Unterbewußtsein – regelmäßige Meldungen wie: Ich bin zu dick. Ich kann mir das nicht leisten. Mag sie mich dann? Ich bin nicht genug . .

Und nicht nur, dass ich es hörte – plötzlich spürte ich es auch. No na – jeder Gedanke hat auch seine Energie. Klingt zu esoterisch und abgehoben? Dann denk´ doch einmal: WIE SOLL ICH DAS NUR SCHAFFEN?

Und dann: NEBEN MIR STEHT EIN FREUND.

Jetzt verstehst du, was ich meine.

Ja hier war es sehr laut und . . aufgewühlt. Wie auf einem Schiff bei starkem Seegang. Mir kam die Frage – woran halten wir uns fest? An Sachen, die wir hier kaufen?

SHE ging dann doch weiter, und zwar in ein Geschäft – wohin auch sonst . . . und stellte sich dort in die Mitte und war noch ruhiger als sonst. SHE schloss ihre Augen und man hörte nur mehr ihren Atem – ein aus ein aus . . und ja sie strahlte. Nicht atomverseucht – sondern . . klingt kitschig, aber ich denke sie hat Liebe ausgeatmet.

Nein der Laden wurde nicht in zartes Rot getaucht – aber es hat sich etwas verändert. Manche Menschen sind ruhiger geworden. Manche wenige haben in fluchtartig verlassen – denen war Liebe von SHE the elephant wohl zu neu . . manche haben sogar gelächelt. Am Erstaunlichsten fand ich, dass jemand die übliche Musik-Berieselung geändert hat und tatsächlich plötzlich guter Soul zu hören war. Tatsache – SHE – und die Musik – haben die Atmosphäre verändert. Kein Seegang mehr. Mehr Ruhe. Weniger „Ratter-Gedanken“. Mehr Ein/Ausatmen und Lächeln.

Will ich damit sagen, dass es zu laut ist in dieser Welt und man Einkaufszentren einfach meiden soll? Nein.  Das Einkaufszentrum – diese geballte Menge an Menschen – und SHE haben mir gezeigt, was passiert wenn ich einfach nur „dahin“ denke und fühle. Wie schwierig es dann ist, MICH zu hören und zu fühlen, geschweige denn DICH oder SHE .  . Die Lösung:  bewusst denken.

Wie das geht? Nicht leicht. Aber es geht. Und am wichtigsten: Sich immer wieder darin erinnern, dass DU das Denken lenkst und nicht irgendwelche Gedanken dich.

SHE meint noch – Geh´ immer wieder dorthin wo es still ist. Werde still. Sei Stille . . und of course – be love.

P.S. Übrigens es braucht nicht unbedingt eine weise Elefanten – Lady, die bewusst Wertschätzung und Ruhe denkt und ausatmet, um einen Raum, einen Laden,  ja die Welt zu verändern. Das kann auch jeder Mensch 😉

P.P.S. Zur Info, meine Hündin findet Einkaufszentren grauenhaft. Sie muss dort auch nicht mehr hin, denn das weiss sie schon lagen – weniger Denken bedeutet mehr Sein.  Aber wer hört schon auf einen Hund . . .

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