SHE wants it: prickelnd, schäumend, sonnig.

 

Ich darf nicht, aber SHE darf.

Mich „schubsen“. Anstossen. Auffordern etwas zu tun. O.K. SHE ist die Liebe . . aber fühlt es sich gut an, wenn man von der Liebe „geschubst“ wird? Wie fühlt es sich an? Da sie in meinem Fall eine Elefanten – Dame ist, die mich mag, fühlt es sich sanft an. Sie berührt meinen Rücken mit der Vorderseite ihres Rüssels. Schiebt mich so an und meint:

Erzähl diese Geschichte. Sie trifft den Moment von Liebe, den ihr Verlieben nennt.  Und die Geschichte versteht den Moment – dieses to fall in love. Es braucht Mut, sich fallen zu lassen . . ihr – meint sie uns Menschen? – würdet Euch vielleicht leichter tun, wenn ihr verstehen würdet, dass Verlieben – das echte, große Verlieben – ein Wiedererkennen ist. Das sich Wiedererkennen zweier Seelen. Oder, wenn Du willst, das „Anschubsen“ der Liebe.

 . . so etwas in der Art dachte ich mir damals, als es mir passierte:

Niemals hätte ich gedacht, dass es hier passieren würde. Nicht eine Sekunde lang. Ehrlich. Und doch, da war er. Es lag wohl an den Augen. Liegt es nicht immer an den Augen ..?Braune.

Im ersten Augenblick glaubte ich in ihnen, die selbe Überraschung zu sehen, die ich in diesem Moment empfand. Diesem Erstaunen folgte Freundlichkeit. Außerordentliche Freundlichkeit, mit einem Schuss Charme. Und ich dachte, “So ist der immer!“ Ich war begeistert, ehrlich begeistert. Und doch war da der Stich im Herzen. Ich wollte nicht, dass er zu mir, wie zu jedem und jeder anderen wäre. Alles passierte gleichzeitig, das Erstaunen, der Stich im Herzen und diese … Vorfreude. Oder war es schon Verliebtheit … Mir kam das Bild in den Sinn, in dem du ein Lokal betrittst und im selben Moment wird eine Flasche geöffnet – Plopp! Champagner für alle! Und du hast ganz plötzlich ein Glas in der Hand, ein besonderes, gefüllt mit prickelndem, schäumendem, sonnigem etwas – Leben!  Und alles in dir freut sich. So sehr.

Vielleicht war es diese Vorfreude, die das Lächeln in mein Gesicht malte. Dieses strahlende, leicht doofe . . Aus Angst, das Lächeln wäre zu offensichtlich, schaltete sich mein Kopf ein und übernahm wieder die Kontrolle. Versuchte es zumindest. „Ich bin verrückt“, das war der Kopf, die vernünftige Instanz, der die Ordnung wieder herstellen wollte. DIE Ordnung, bestehend aus Selbstzweifel und Sätzen wie „Was denken die anderen!, „Der interessiert sich sicher nicht für mich.“ und „Das kann alles gar nicht wahr sein.“

Doch sie hatte einfach keine Chance, die Ordnung. Denn die Vorfreude in mir stieg. Und da war er wieder der Kopf – „Worauf willst du dich denn freuen ? Den siehst du nie wieder.“ „Vielleicht“, musste die Vorfreude kleinlaut zu geben. Doch in dem Moment geschah etwas. Die Vorfreude legte ihr „vor“ ab und war Freude. Hier und Jetzt.

Und die immer freundlichen, braunen Augen zeigten mir mehr als den einen Ausdruck. Da gab es etwas Trauriges. Und hinter dem ewigen Jüngling sah ich den Mann. Ernst, ohne jene charmante Unverbindlichkeit. Und ich sah Leidenschaft. Vielleicht weil ich sie sehen wollte. Dieses Erforschen seiner Augen führte zu Sätzen, Gedanken in mir . . nein es waren keine Gedanken. Es kam nicht aus dem Kopf. Es stieg in mir auf, kam aus dem Schoß, wurde bestärkt im Herzen. Klingt kitschig – verrückt. War es auch vielleicht.

In erster Linie empfand ich es als Wahrheit . . „Mit dir kann ich mir alles vorstellen.“„Was alles?“„Kochen, über das Leben reden, stundenlang, für das Wochenende Einkaufen, Reisen, Streiten, Küssen.“ Ich lächelte. „Frühstücken, stundenlang.“ Er antwortete mit einem Kuss. Nicht charmant, sondern leidenschaftlich.

Ein solches „Gespräch“ hat es nie gegeben.

Aber die Freude darüber, zu dieser Gewissheit in mir zu kommen, so zu empfinden. Ganz sicher zu sein, dass ES – das Wiedererkennen – möglich ist. Passiert. Einfach so. Und dass es nicht aggressiv, wild, zügellos ist, sondern prickelnd, schäumend, sonnig. Und immer im Jetzt.

P.S. Meine Hündin mag die Geschichte auch. Sie meint darin steckt, worauf wir Menschen so oft vergessen und worum es doch eigentlich geht. Eigentlich ausschließlich geht  . . . Das Jetzt. Sie macht es sich auf dem Teil des Teppichs gemütlich, auf den die Sonne scheint und läßt mich verstehen – eine andere Zeit als das Jetzt haben wir nicht.

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