Seit ein paar Tagen – oder sind es Wochen? – schwankt alles. Nicht heiter, lustig wie auf einem Stand-Up-Paddle im Sommer auf dem See bei leichter Brise, sondern eher hoher Seegang im Winter auf dem Meer. Ich fühle mich zwar nicht als wäre ich irgendwo im tiefen „Bauch“ des Schiffes, aber meine Kabine hat nur eine kleine Luke . . .
„Wahrscheinlich übertreibe ich“, dachte ich mir gestern als ich mit der Hündin – übrigens bei Sonnenschein und einer Brise – missmutig durch den Park ging. Und SHE, die sich – meiner Meinung nach – seit Wochen nicht blicken lässt – war plötzlich da. Greifbar nahe. Sichtbar nahe. Direkt vor mir.
Meistens geht SHE neben mir oder hinter mir. Noch nie direkt vor mir, denn wenn eine afrikanische Elefantendame direkt vor Dir geht, siehst Du in erster Linie grau. Wenn ich den Blick etwas nach oben richte, sehe ich einen Elefanten-Arsch. Entschuldige, aber so ist es.
Ich habe sie gefragt, ob sie woanders gehen könnte, wieso sie exakt vor mir gehen muss – kurz, was das bitte soll? Keine Antwort. Und keine Änderung ihrer Position. Tja.
Es hat allerdings gar nicht lange gedauert und einer meiner besten, „hauseigenen“ Helfer zeigte sich, mein Humor. Manchmal vergesse ich selbst auf ihn. Eigenartig. Doch da war er und ich musste herzhaft lachen. Da „latsche“ ich an einem wunderschönen Tag im jungen Mai durch einen Park und sehe nichts als ein Hinterteil! Mir streckt sozusagen jemand seinen Arsch ins Gesicht . . . was soll mir das sagen?
Niemand geringer als der Dalai Lama gab mir eine Antwort. Nein, der war nicht im Park, sondern daheim am WC . . . irgendwie habe ich es derzeit mit der „dunklen Seite“ des Lebens. Er – der XIV. Dalai Lama – liegt dort mit einigen anderen in Form eines Buches rum. Ja, ich dachte mir das stille Örtchen ist ein guter Platz für Einkehr und die entsprechende Literatur: Die Weisheit des Buddhismus Tag für Tag von Danielle und Olivier Föllmi. Und er, der Lama meinte, ich soll einen Schritt zurück treten.
„Wenn uns eine Empfindung der Stagnation und Verwirrung“ – trotz Seegangs – „überfällt, dann ist es das Beste, noch einen Schritt zurückzutreten, sich die Zeit zum Überlegen zu gönnen und sich den Zweck des Ganzen vor Augen zu führen: Was wird uns wirklich Glück bringen? Dann kann man seine Prioritäten auf dieser Grundlage neu formulieren.“
Was wird mir wirklich Glück bringen? Was wird Dir wirklich Glück bringen?
Glück, ein großes Wort. Und doch, wenn ich mich wirklich auf die Frage konzentriere, kommt mir sehr viel. Offensichtlich auch das Hinterteil von SHE. ES 😉 hat mir unter anderem auch meinen Humor zurück gebracht! Ein großes Glück!
Wunderbar! Das
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