She the elephant, eine Freundin und ich waren gestern im Kino. Ja, es ist immer wieder erstaunlich wo so ein Elefant hinein passt. Und wofür sie sich interessiert: „Andrea lässt sich scheiden“ von Josef Hader. Wobei das eigentlich logisch ist.
So vielschichtig, so menschlich und über lange Strecken auch so still ist dieser Film. Ein Großes Geschenk, weil, egal wie genau Josef Hader auf die Menschen schaut und sie zeigt, stellt er sie nie bloß. Viel mehr beschützt er sie mit einer großen unsichtbaren aber spürbaren Liebe, für jeden einzelnen, jede einzelne in ihrer Menschlichkeit.
Andrea lässt sich scheiden. Vielleicht weil sie leben will. Dafür muss sie zu allererst jedoch zu sich stehen. Das geht leichter – ich sage nicht leicht! – wenn man weiß, wer man ist. Und dafür braucht es immer auch Hilfen, Orientierungspunkte. Andere, die scheinbar so anders sind als man selbst und doch ist da etwas Gemeinsames. Etwas beim anderen, das mich an mich erinnert. Vielleicht sogar an mein Wesen.
Dieses andere ist manchmal eine unsichtbare Elefanten Dame, ein schrulliger, sensibler Typ wie Josef Hader im Film, eine Freundin, der See, ein junger Mann in einer Bar, der Sternenhimmel, dieser eine Song . . . Ich denke, es ist gut, wenn man/frau wirklich leben will. Auch wenn es dafür manchmal eine Scheidung braucht. Auf jeden Fall – immer wieder – meine Entscheidung für das Wesen, das ich bin.