Resonanz geben – Teil I

Ich denke das Wort Resonanz laut, und die unsichtbare Elefantendame – auch SHE the elephant genannt – bleibt stehen. Ja, während der üblichen Runde mit der Hündin.
SHE stellt ihre Ohren auf, nicht in einer aggressiven Art, sondern eindeutig mit dem Ziel besser zu hören. Aber es geschieht noch mehr: ein Zittern geht durch ihren Körper und es scheint, als würde SHE sich nochmals mehr mit der Erde verbinden. Und dann meint SHE – what a great act to listen.
Ja natürlich das gehört wohl auch dazu, zum Resonanz geben, das Zuhören.
 . . gehört wohl auch dazu?!, jetzt mischt sich sogar meine Hündin ein, was bekanntlich sehr selten passiert. Sie ist ebenfalls stehen geblieben und schaut mich eher fassungslos an. Gut, ich habe offensichtlich noch nicht alles verstanden und meine Begleiterinnen wollen mich darauf hinweisen. SHE still und weise. Die Hündin indem sie – quasi – den Kopf schüttelt und keinen Schritt mehr macht.
Ich gebe es zu, wenn jemand etwas vom Hören versteht, dann wohl Hunde und Elefanten. Sie hören nicht nur mit ihren Ohren und Nasen, sondern tatsächlich mit all ihren Sinnen. Und Elefanten nehmen zusätzlich auch mit ihren Fuss-Sohlen wahr . . . vielleicht tun das ja auch Hunde?
Bewußtes Zuhören ist Resonanz geben, sagt SHE.
Wie höre ich zu?, schießt es mir durch den Kopf? Oft nur irgendwie. Vor allem denke ich während ich zuhöre, bereits über meine Antwort, meinen Standpunkt nach und wie ich ihn formuliere. Und – ganz ehrlich – bei gewissen Menschen höre ich gar nicht – mehr – hin, geschweige denn zu. Und mit all meinen Sinnen – nun? Ich denke der Geruch ist wichtig für mich. Und dieser 7. Sinn . . . ich höre also im Idealfall sehr wohl auf das, was nicht gesagt wird. Auf das zwischen den Zeilen.
Ich bin jetzt eigentlich ganz zufrieden mit mir – so unter dem Strich – und bereit weiter zu gehen, doch meine Hündin bewegt sich nach wie vor nicht. Und SHE meint – ernst wie selten – das ist nicht Resonanz geben.
Ok. Das trifft mich. Ich suche also im Duden – dem Handy sei Dank und mir fällt nicht Besseres ein – mitten auf der Wiese, nach Resonanz . . .  und da steht geschrieben, dass Resonanz geben das Mitschwingen, Mittönen eines Körpers in der Schwingung eines anderen Körpers ist. Immer wieder lese ich die Begriffe: Mitschwingen, Widerhall . . . auch Akzeptanz.
SHE dreht sich zu mir, steht mir also jetzt in ihrer ganzen Größe gegenüber und senkt ihren Kopf zu mir herab. Und wiederholt: Resonanz GEBEN. Sie gibt einen ihrer ganz tiefen Töne von sich, der vielleicht gar nicht aus ihr kommt, sondern aus der Erde, auf der sie steht. Auf der wir alle stehen. Nur SHE gibt ihr – der Erde – eben Resonanz, schießt es mir durch den Kopf.
Ich spüre den Ton auch in mir, überall in mir. Von den Fuss-Sohlen, die Beine hinauf, in meiner Vagina und weiter die Wirbelsäule hinauf . Auch in meinem Herzen, wovon er sich überallhin auszubreiten scheint. Selbst in den Kopf.

Und ich habe etwas Verstanden: Resonanz geben ist ein aktiver Prozess. Und der Schwerpunkt liegt im Geben. Und das ist erst der Anfang, vom Verstehen des Resonanz  gebens.

Fortsetzung folgt.

Ein Gedanke zu “Resonanz geben – Teil I

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